Erbaut wurde er 1859 von unseren Vorfahren als, für die damaligen Verhältnisse großer Gutshof, und lag als erster Hof des Ortes außerhalb der Dorfmauern. Inzwischen befindet er sich „mittendrin“ im Dorfgeschehen. Im Baustil eines typisch fränkischen Vierseithofes umfasste er das volle Repertoire des damaligen Bauernhofes mit Milchkühen, Bullen, Schweinen, Enten, Hühnern, Arbeitspferden und einem großen Nutzgarten hinter der Scheune. Den 1. Weltkrieg überstand er unbeschadet, während  im 2. Weltkrieg  die Scheune  den Flammen zum Opfer fiel.

In all den Jahrzehnten wurde an der Grundstruktur und den bestehenden Gebäuden nichts geändert, wohingegen  die Gebäudenutzung mehrmals umfunktioniert und modernisiert wurde. So integrierte z.B. mein Großvater, im Zuge des Wiederaufbaus der Scheune, den Kuhstall  mit ein, der nun eine „moderne“ Melkanlage bekam. Die Pferde siedelten in den ehemaligen Kuhstall um und der Pferdestall wurde als Färsenstall genutzt.

Heute leben drei Generationen gemeinsam im großen Bauernhaus auf dem Hof. Meine Eltern und ich mit meinem Mann und unseren drei Kindern. Als konventionell geführter Betrieb liegt  der Schwerpunkt auf Ackerbau mit Getreide, Zuckerrüben, Mais und Grünland. Außerdem betreiben wir eine kleine Pferdepension, in der wir  einen Boxen- und einen Laufstall anbieten können. Nachts genießen unsere Pferde den nostalgischen Charme des alten Deckengewölbes im Stall, während sie tagsüber auf der Koppel sind oder im Schatten unter der großen Hofkastanie relaxen.

Hinzugekommen sind die Sonderkulturen Trüffel seit 2017 und seit 2018 Safran im biologischen Anbau, für die ich mich verantworten darf.

So wird der Ströhlershof als moderner Mehrgenerationenbetrieb geführt, gelebt und geliebt.

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